20 let – 20 osobností

Helena Egertová

Worin besteht Ihre persönliche Motivation, sich für die deutsch-tschechischen Beziehungen zu engagieren?

Ich stamme aus einer Stadt, die zehn Kilometer von der deutsch-tschechischen Grenze entfernt liegt, und kann daher mit eigenen Augen beobachten, wie sich die deutsch-tschechischen Beziehungen in der letzten Zeit (praktisch seit Öffnung des Schengen-Raumes) verbessern. Es gibt hier etliche Projekte, insbesondere Theatervorstellungen, verschiedene Jahrmärkte und andere kulturelle Veranstaltungen, die beide Nationen verbinden. Seit den letzten fünf Jahren entsteht hier zudem eine aktive deutsch-tschechische Community. Die Entwicklung von Beziehungen auf kommunaler Ebene ist meiner Meinung nach vor allem für die Verbesserung der gesellschaftlichen Atmosphäre in der Grenzregion wichtig – insbesondere bei zwei Ländern, die eine komplizierte Vergangenheit haben.

Welche Bedeutung hatte/hat Ihrer Meinung nach die Gründung des Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds?

Es ist wichtig, dass es eine Organisation gibt, die die Entwicklung von Beziehungen (unterschiedlichster Art) zwischen beiden Ländern fördert. Nachbarn können immer voneinander lernen (sowohl die Tschechen von den Deutschen als auch die Deutschen von den Tschechen). Und es ist gut, dass diese Entwicklung unter der Schirmherrschaft von Menschen steht, die wissen, wie man das macht.

Was ist aus Ihrer Sicht das größte Verdienst des Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds?

Am besten gefallen mir Projekte, die auf die Entwicklung von Partnerschaften zwischen Gemeinden und Vereinen ausgerichtet sind. Solche Initiativen zielen nämlich auf die Gemeinschaft als Ganzes ab. Sie ermöglichen Projekte, an denen sich jeder Bürger beteiligen kann.

Was würden Sie sich für die Zukunft der deutsch-tschechischen Beziehungen wünschen?

Ich wünsche mir, dass sich die deutsch-tschechischen Beziehungen auch in Zukunft weiterentwickeln und zur Bildung aktiver Communities und einer aktiven Zivilgesellschaft beitragen.